MEHLTAU

"Wir sind bloß Fische in einem Schwarm, der bestimmt wohin der Einzelne schwimmt. Wir müssen nur zuhören. In ihm unter- und auch aufgehen. Das Ziel ist unklar."

 Wie ist es möglich ein richtiges Leben zu führen in einer Welt, in der einem scheinbar alle Möglichkeiten offen stehen, in der wir frei sind? Oder sind das Richtige und das Falsche Begriffe, die in einer völlig transparenten und durchgerechneten Welt keinerlei Bedeutung mehr haben? Wenn die ganze Welt immer zuschaut, wie hat das dann Einfluss auf unsere Entscheidungen? Und wer entscheidet dann wirklich? Ich oder die Anderen? Sind wir bloß Fische in einem Schwarm?
Anna lebt mit ihrem Freund Elias und ihrem Sohn Jan in einer Holzhütte. Sie ist mit ihrem Leben als Verfolgerin unzufrieden und möchte Spielerin werden. Trotz Elias' Warnungen – er war früher ein Spieler und kennt die Schattenseiten - lässt sich Anna von Irina in das Spieler-Leben einführen. Da sie es aber nicht schafft etwas Eigenständiges hervorzubringen, beginnt sie das ganze System zu hinterfragen. Doch ihre VerfolgerInnen verhalten sich anders als erwartet.


Schauspiel: Henrietta Isabella Sophie Rauth, Julia Prock-Schauer, Kilian Klapper, Fela Nossek . Regie: Florian Drexler . Dramaturgie: Patrick Trotter . Text: Florian Drexler, Patrick Trotter . Bühne und Kostüm: Sarah Sternat . Musik: Valentin Eybl, Erich Konlechner . Lichtdesign: Sabine Wiesenbauer . Organisation: Helene Sust . Outstanding Eyes: Helene Sust, Michael Walk . Design: Nicole Zimmermann . Presse: Simon Hajós

 

ANDORRAS BÜCHSE

Büsche bedecken das Land und Wasser fließt durch den Wald, in dem der Förster alles besser weiß: Wo ist die Realität und oder lebt die Katze noch? Eine Journalistin, ein Linker und natürlich ein Flüchtling erzählen Geschichten, alle erzählen Geschichten und Alissa hört zu. Unbestimmt treibt sie auf der Suche nach Wahrheit, bis ihr der Zeitgeist einen vermeintlichen Schlüssel in die Hand drückt: der Konstruktivismus öffnet die Büchse, Laster, Untugend und Hoffnung entweichen und schaffen damit Raum für Martin Gruber und seine identitäre Bewegung. Was tun, wenn Hoffnung, das übelste der Übel, die Qual der Menschen verlängert? Danke Friedrich.

Schauspiel: Johanna König . Helene Sust . Stefan Bergmann. Manuel Bräuer . Johnny Mhanna . Regie: Florian Drexler . Dramaturgie: Michal Walk  . Bühne und Kostüm: Sarah Sternat . Musik: Valentin Eybl, Erich Konlechner, Philipp Kienberger . Lichtdesign: Sabine Wiesenbauer . Design: Nicole Zimmermann . Presse: Julia Walk

 

HARMONIE TERROR

Eine dramatische Überperformance im nichtidealisierten Versuchsraum.

Wofür lohnt es sich zu kämpfen? Worum geht es eigentlich? Und was bedeutet YOLO für Buddhisten?

Ein Regisseur, eine Feldenkrais-Lehrerin, ein Betreiber eines erfolgreichen youtube-channels und eine arbeitslose Schauspielerin verlieren sich in einem inszenierten Netz aus Analogien und drohen an der Vielschichtigkeit und Beliebigkeit unserer Zeit zu zerbrechen. Die Revolution scheitert. Weltrettung und Theatertheorie, Absurdes und Reales, Wahrheit und Mehrheit, Performance und Narration, und zehn Jahre Sitzabdruck geben sich auf dem Experimentierfeld des Lebens die Hand. Die Bühne transformiert sich zum Mikrokosmos. Wir blicken in den Spiegel einer Generation. Erlösung inkludiert.

Schauspiel: Helene Sust . Marie Wohlmuth . Manuel Bräuer . Alexander Lainer . Regie: Florian Drexler . Dramaturgie: Patrick Trotter  . Bühne und Kostüm: Susanna Geppert . Musik: Valentin Eybl, Erich Konlechner, Sebastian Stoiber . Lichtdesign: Sabine Wiesenbauer . Design: Nicole Zimmermann

 

SAUSCHÄDELFRESSEN

Nehmen wir an, dass die wichtigen politischen Entscheidungen nicht im Parlament, sondern auf der Jagd getroffen werden. Stellen wir uns vor, dass die Jäger die Medien mit Geld versorgen. Die Medien fühlen sich folglich den Weidmännern weitaus verpflichteter als ihrem Publikum. Denken wir uns zusätzlich stramme Jäger, die in homoerotischen Verbindungen stehen und setzen wir schließlich einen afrikanischen Asylwerber in die Mitte dieses Panoramas - so ergibt sich ein Theaterstück, in welchem Leoparden das politische Parkett bestimmen, schwule Küsse unaufhaltsam an die Oberfläche dringen und Frauen zu feschen Puppen degradiert werden.

Schauspiel: Helene Sust . Nina Neumann . Manuel Bräuer . Alexander Lainer . Francis Okpata . Alexander TT Müller . Regie: Florian Drexler . Text: Dominik Barta  . Bühne und Kostüm: Susanna Geppert . Musik: Valentin Eybl, Sebastian Stoiber . Lichtdesign: Sabine Wiesenbauer . Design: Nicole Zimmermann

 

XXX - too sexy to fail

Das älteste Gewerbe der Welt scheint auch in der Wirtschaftskrise eine sichere Bank. Doch auch hier lässt sich die Gewinnspanne immer noch etwas optimieren. Während

ein verträumter Künstler im Bordell nach Inspiration sucht, beginnt ein Rating-Agent das Geschäftsmodell neu aufzurollen - Prostituierte sollen bewertet werden und auch noch selber dafür bezahlen. Was für die Finanzwelt selbstverständlich ist, kann doch für das Rotlicht-milieu nicht schlecht sein. Was unterscheidet die Vorgänge in der Weltwirtschaft eigentlich noch von einem Puff? Wer ist in der Finanzwelt die größte Bitch, wer der dreisteste Pimp?

Schauspiel: Helene Sust . Nina Neumann . Philipp Stix . Stefan Altenhofer . Sebastian Blechinger . Regie: Florian Drexler . Text: Florian Drexler  . Bühne und Kostüm: Susanna Geppert . Musik: Max Schröder, Sebastian Stoiber . Lichtdesign: Sabine Wiesenbauer . Visuals: Herr Nieda . Design: Nicole Zimmermann

 

ALLESWIRDGUT

Ein Kosmos, in dem der Erfolg im Fokus steht, kennt keine Alternativen. Die inneren Widersprüche einer Kulturlandschaft, die programmatisch „dagegen“ ist, können nicht verschleiert werden. Max Nolte, durch und durch gecoachter, erfolgreicher Jung-Unternehmer, möchte einen phantastischen Turm bauen. Das Mädchen zeichnet die Pläne dafür und Joshua ist für die Beschaffung der Rohstoffe verantwortlich. Lenchen, die Blumenverkäuferin, lebt ihr Leben abseits des Big Business. Zu Beginn noch voneinander unabhängige Handlungsfäden verstricken sich gegen Ende zu einem Netz aus dem es kein Entkommen gibt.

Schauspiel: Helene Sust . Nina Neumann . Manuel Bräuer . Alexander Lainer . Florian Drexler . Regie: Florian Drexler .  Bühne und Kostüm: Susanna Geppert . Musik: Max Schröder, Sebastian Stoiber . Lichtdesign: Sabine Wiesenbauer .